
Die Aktion Tatendrang entsteht
Mit Tatendrang 1995 – "Pfadfinder helfen Sincrai" - ist es einmal losgegangen: Erstmals sollte in einer gemeinsamen Hilfsaktion des ganzen Landes die "Gute Tat" der Pfadfinderbewegung für alle erlebbar werden. Mit der Aktion "Pfadfinder helfen Sincrai" wurde ein Kinderheim in Sincrai/Rumänien unterstützt. Die Stämme und Siedlungen im Land wurden dazu aufgerufen, in der Vorweihnachtszeit 1995 Geld- und Sachspenden für die Arbeit des Kinderheims zu sammeln: "Die Schule muss ausgebaut, ein Wasser- und eine Gasleitung verlegt werden, außerdem werden dringend Freizeitgeräte benötigt."
Damals schrieb der Arbeitskreis Tatendrang noch etwas zweifelnd im SPLITTER: "Wir wollen versuchen, hier einen großen Beitrag zu leisten, indem wir unsere Kräfte gemeinsam in den Dienst der guten Sache stellen. Dabei liegt die Betonung auf "gemeinsam", denn wir können dabei nicht auf Deine Unterstützung verzichten. Jedes einzelne Mitglied unseres Landesverbandes ist gefordert, sich mit allen Kräften einzubringen, damit wir das gesteckte Ziel erreichen."
Die Zweifel waren nicht angebracht. Nicht nur ein LKW mit Hilfsgütern, sondern vier fuhren schließlich nach Sincrai – die Stämme hatten so viele Spielsachen gesammelt, dass im SPLITTER 23/1996 darum gebeten wurde, bitte das Sammeln der Sachspenden einzustellen. Und es kam so viel Geld zusammen, dass die Ausbauten mühelos finanziert werden konnten. Das Schönste jedoch waren die Freundschaften, die dabei entstanden – einige Stämme fuhren nach Sincrai und freundeten sich mit den dortigen Pfadfindern an, die dann auf den folgenden Landeslagern stets gerne zum Gegenbesuch kamen.